Paris et moi

10. November 2009

La chute du mur de Berlin

Abgelegt unter: Allgemeines, Events — parisetmoi @ 15:59

“Können die nicht vielleicht mal was Lustiges machen?”, fragte eine Französin etwas enttäuscht ihren Begleiter gestern auf der Place de la Concorde. Mh… ich weiß nicht, was sie erwartet hat? Eine Comedie-Aktion anlässlich des 20. Jahrestags des Mauerfalls? Auch mein Französisch-Lehrer erkundigte sich heute bei mir: “Und? Habt ihr getanzt?” Seltsam manchmal, die Franzosen….

Die Pariser haben sich gestern auf jeden Fall viel Mühe gegeben. Die Projektionen des Brandenburger Tors, der Mauer, der Bilder von damals, usw. waren wirklich toll. Genauso das Konzert. Aber nach 30 Minuten war schon alles vorbei. Ein bisschen plötzlich, wo man doch angesichts all der Vorbereitungen und aufgebauten Kameras ein bisschen mehr erwartet hätte.

Naja, was soll’s? Lieber kurz und schön als viel zu lang. Vielleicht hatten wir auch einfach nur Glück, dass M. Sarkozy in Berlin war und dort seine “Wir sind Berlin”-Rede hielt :-)

30. August 2009

Adrenalin-Stoß

Abgelegt unter: 11. Arrondissement — parisetmoi @ 13:09

Oberkampf Samstagabend in Paris, Lust auf einen Cocktail? In der Rue Oberkampf im 11. Arrondissement reiht sich eine gemütliche Kneipe an die nächste. Und bezahlbar sind die Getränke dort auch. Nach meinem Empfinden feiern dort alle meist relativ friedlich miteinander, deshalb sind wir schon oft mit Freunden dort unterwegs gewesen und jedesmal war es ein ziemlich gelungener Abend. Nur gestern hab ich zum ersten Mal in Paris überhaupt etwas anderes erlebt.

Gemeinsam mit einer Freundin ging ich gegen 21 Uhr die Rue Oberkampf hinauf. Es war noch nicht dunkel und relativ viele Menschen unterwegs. Plötzlich erhielten wir beide gleichzeitig von hinten einen Fausthieb auf den Rücken und ein Typ drängte sich zwischen uns durch, drehte sich um und starrte uns an.  Im ersten Moment hatten wir gedacht, er wollte unsere Handtaschen, aber er wollte offensichtlich “nur” randalieren. Vielleicht wollte er sich prügeln, denn schließlich machte er wieder einen Schritt auf uns zu, irgendwie drohend, sagte aber kein Wort. Die Menschen hinter uns machten sich schleunigst auf zur anderen Straßenseite. Geholfen hat uns niemand.

Meine Freundin zog mich dann auch auf die andere Seite hinüber und wir flüchteten. Der Typ – der irgendwie nicht klar im Kopf war, vielleicht auf Entzug oder auf Droge – trat anschließend noch auf Türen und Häuserwände ein. Und er konnte gar nicht genug davon bekommen. Er schien irgendwie außer sich vor Wut…

Wir waren froh, als wir in an der Kneipe ankamen und wieder unter anderen Menschen waren. Etwas zittrige Hände bekommt man bei sowas ja doch…

24. Juni 2009

Le bistrot culinaire

Abgelegt unter: 11. Arrondissement, Kulinarisch — parisetmoi @ 15:42

Der zweite kulinarische Tipp:

Es gibt Currywurst und deutsches Bier, aber ansonsten ist das Café Titon durch und durch französisch. Die zwei Besitzer sind jedoch große Fans unserer Gerichte und Bräuche und so planen sie Ende September ein Oktoberfest in ihrem Lokal.

Auf den Bildern oben sieht man die Münchner Spitzenköchin Martina Kömpel, die im Mai für die Gäste des Café Titon Wienerschnitzel mit Kartoffelsalat in einer deLuxe-Version zubereitet hat.

9. Juni 2009

Aux jeux de Pom

Abgelegt unter: 11. Arrondissement, Kulinarisch — parisetmoi @ 17:59
Aux jeux de Pom

Lecker essen im Aux jeux de Pom

Heute muss der Ausflug ins Picasso-Museum leider ausfallen. Mal wieder hat jemand in Paris scheinbar ohne Probleme eine Beute in Millionenhöhe mitgehen lassen können. Dieses Mal traf es keinen der vielen Juweliere, sondern das kleine Museum im Marais-Viertel. Des Künstlers Skizzenbuch ist verschwunden und immerhin ca. acht Millionen Euro wert, wie gemeldet wird.

Statt ins Museums könnte man alternativ einfach essen gehen: Besuchen Sie zum Beispiel einmal das  “Aux jeux de Pom”. Pom heißt die Besitzerin des kleinen, charmanten, und überhaupt nicht abgehobenen Lokals im 11. Arrondissement auf dem Boulevard de Ménilmontant (11. Arr.). Sie kocht selbst und das kann sie wirklich extrem gut. Die Gerichte sind zum Teil traditionell französisch, zum Teil multi-kulturell. Der Rotwein ist lecker, das “Plaisir tout fromage” ein Genuss (es gibt aber auch “tout chocolat”).

Und auch wenn dort nicht Picasso-Bilder an den Wänden hängen: Kunst gibt es immer zu sehen. Pom unterstützt junge Maler und Autoren. Eine Ausstellung oder eine Lesung gibt es also meist noch oben drauf!

1. Juni 2009

Drin oder draußen?

Abgelegt unter: Sport — parisetmoi @ 13:33
Roland-Garros

Er ist noch drin: Roger Federer hat bei den French Open Paul-Henri Mathieu bezwungen und ist damit in die nächste Runde eingezogen.

Im Bois de Boulogne herrscht Hochbetrieb, im Fernsehen läuft ununterbrochen Tennis: Klare Anzeichen dafür, dass in Roland-Garros zurzeit wieder die French Open stattfinden. Und während besonders die deutschen Fans jubeln können (Haas siegt, Kohlschreiber bezwingt Djokovic), mussten die Anhänger von Rafael Nadal miterleben, wie der pink-gelb Gekleidete gegen den Schweden Robin Söderling ausschied. Und dieser war nach seinem Sieg so überwältigt, dass er beim Fernseh-Interview ersteinmal die Füße auf den Tisch legte und dann ein paar Tränchen verdrückte.

18. Mai 2009

Zwischen Chinatown und Künstlerviertel

Abgelegt unter: 20. Arrondissement, Allgemeines — parisetmoi @ 08:11

Jeder Pariser hat sein Lieblings-Arrondissement. Das angesagte Vierte, das lebendige 17., das schicke 16. Belleville, das 20. Arrondissement von Paris, ist in so einer Aufzählung nur selten zu finden. Hier, im Nord-Osten von Paris, gibt es keine Edel-Restaurants und keine schicken Boulevards.  In diesen Außenbezirk wurden Mitte des 19. Jahrhunderts die Arbeiterfamilien und kleine Handwerker “ausgesiedelt”. Heute lebt hier eine bunt gemischte Gemeinschaft meist friedlich nebeneinander. Schwarze, Weiße, Araber – und vor allem viele Asiaten prägen das Bild auf der Straße. Wenn man die Rue de Belleville entlang geht, hat man das Gefühl, mitten in Chinatown gelandet zu sein. Abzweigend von dieser Hauptstraße gibt es kleine Gässchen, die von den vielen Künstlern, die hier wohnen, eindrucksvoll verziert worden sind.

Und noch etwas muss man erwähnen, wenn man über Belleville spricht. Hier wurde einst Edith Piaf geboren. Heute gibt es ein kleines Museum, das an die berühmte Sängerin erinnert.

16. Mai 2009

Vivez la Mode!

Abgelegt unter: 16. Arrondissement, Fashion, Geheimtipps — parisetmoi @ 12:28
Mode

Animal-Partner-Style

Fast erschrocken hab ich mich, als ich dieses Pärchen im Animal-Partner-Style am Place de l’Alma gesehen hab. Denn meistens haben die Pariser schon ein Händchen dafür, der Stadt der Mode alle Ehre zu erweisen.

Wer auf Designer-Klamotten steht, aber trotzdem kein Vermögen ausgeben möchte, der sollte sich die Adresse dieses Outlet-Stores merken: Im NGR in der Rue de Boulainvilliers im 16. Arrondissement gibt es Mode “prêt à porter”. Von Dolce & Gabbana über Escada bis YSL. Und alles zu Schnäppchenpreisen. Ich habe ein Kleid gesehen, das war 2.700 Euro runtergesetzt. Also, nix wie hin!

Die Wichtigkeit der Stoßstange

Abgelegt unter: Allgemeines — parisetmoi @ 10:51
Parken

Parken in Paris

Wenn ich im Wohnzimmer am Schreibtisch sitze und unten auf der Straße dumpfe Knallgeräusche hören, wundere ich mich mittlerweile nicht mehr. In Paris wird grundsätzlich auf engstem Raum geparkt. Und weil die Franzosen – trotz täglicher Übung – nicht zu den begnadetsten Einparkern gehören, ist die Kontaktaufnahme mit den Autos vor und hinter ihnen meist unausweichlich. Die Wagenbesitzer, die ihr meist eh schon sehr zerbeultes Fahrzeug bereits an den Straßenrand bugsiert haben, kalkulieren das auch ein. Die Handbremse wird nie angezogen. Und so ist es dann auch kein Wunder, wenn der geparkte Wagen plötzlich zwei Meter weiter vor oder zurück wiedergefunden wird.

15. Mai 2009

Le Marché des Enfants rouges

Abgelegt unter: 4. Arrondissement, Geheimtipps, Kulinarisch — parisetmoi @ 17:27

Erst dachte ich: “Den finden wir nie!” Aber dann war er plötzlich da, der “Marché des Enfants rouges”. Man spaziert durch das nördliche Marais, die Rue de Bretagne entlang, geht durch ein kleines Eingangstor und dahinter versteckt sich der schönste französische Markt, den ich bisher gesehen habe. Und wie es hier riecht! Aber das wissen auch die Franzosen, dass es hier gut schmeckt -  und entsprechend voll ist es. Nur Touristen sind – außer uns Halb-Touris – keine da. Zum Glück!

14. Mai 2009

Designermode und Feinkost

Abgelegt unter: 16. Arrondissement, Geheimtipps, Kulinarisch — parisetmoi @ 16:52

Passy

In der Markthalle von Passy weiß man gar nicht, wo man sich als erstes hindrehen soll. Zum Käse – von lecker verschimmelt bis herrlich cremig ? Zum Fisch – von lebendig schwimmend bis Muschel neben Muschel aufgereiht? Oder zu den leuchtenden Obst- und Gemüseständen? Ich hab mich entschieden, wie ihr sehen könnt.

Nur zum Bio-Stand gehe ich nicht mehr. Dort arbeitet Jean-Marc. Und seit er vergessen hat, mir eine Gurke einzupacken, die ich bei ihm gekauft habe, weiß er, wer ich bin. Seitdem bekomme ich beim Obst kaufen zu hören, dass “mes yeux sont très jolis” und “mon sourire est formidable”… Das ist mir ein bisschen zu viel französischer Charme, wenn ich morgens nur meine Einkäufe erledigen will.

Neben dem Markt hab ich im 16. Arrondissement noch zwei weitere Lieblingsplätze: Die “Rue de Passy” in der man richtig gut einkaufen gehen gehen. Dort findet man sowohl Designer-Sachen als auch kleine Boutiquen mit tollen Einzelstücken. Und gemütlich essen und spazieren oder Feinkost einkaufen kann man in der “Rue l’Annonciation”.

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